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schnitt - Theatermaterial -
Das Stück bietet eine Fülle von Texten, die ein Theaterteam selbst zusammenstellen kann
4 - 6 Schauspieler (Mehrfachbesetzungen sind notwendig)
Eine Familie im Ausnahmezustand: Nach dem Tod seiner Mutter macht sich Pedro auf die Suche nach seinem leiblichen Vater. Die Mutter hat ihm Andeutungen gemacht. Pedros rasende Suche endet jedoch mit einem Motorradunfall und im Koma. Nun sitzt Pedros Schwester Lotte alleine am Bett ihres Bruders und sichtet die Bestände. Sie wühlt in Fotos, Erinnerungen und verblassenden Szenen.

"So war die Story irgendwann vielleicht im Morgenblatt zu lesen: Junger Mann aus Stuttgart verunglückt mit dem Motorrad in Bueons Aires; und die junge Frau, vor deren Tür es geschah, bringt ihn nach Hause. Der Schweizer Autor Andreas Liebmann nutzt den Augenblick künstlerisch weit darüber hinaus - vom Lebenseinschnitt aus montiert er poetische Szenen der Erinnerung... Und als theatermaterial firmiert die locker gefügte Szenenfolge im Untertitel. Das ist durchaus programmatisch gemeint - jede Inszenierung könnte aus diesen Texten den jeweils eigenen Schnitt erfinden ... Liebmann hatte ähnliche Spielprinzipien schon im Rahmen des viel zu kurzlebigen Theater-Experiments im mecklenburgischen Wismar ausprobiert; jetzt ergibt die Recherche in Schnipseln ein starkes Stück." (Theater heute)

"Der Zürcher mit Jahrgang 1972, Teilnahme am Jungdramatiker-Förderprogramm Dramenprozessor hat sich mit Schnitt von seinen verspielten, kleinteiligen Anfängen wegbewegt, hin zu etwas, was, beinah, ein großer Wurf ist. Ein großer Entwurf ist es allemal: der junge Schriftsteller wagt sich an die alten Fragen von Leben und Tod, Zeit, Unendlichkeit und Nichts. Und bewahrt sich trotzdem die selbstgewisse, selbstironische Leichtigkeit der Jugend." (Neue Zürcher Zeitung)
Uraufführung:
17.11.2006 | Schauspielhaus Zürich, Pfauen Bühne 5
Regie: Christine Rudolph
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