© Franz Grainer

Carl von Sternheim

Der in Leipzig geborene Bankierssohn Carl Sternheim (1878 – 1942) war einer der bedeutendsten Dramatiker des deutschen Expressionismus. Er lebte als freier Schriftsteller in Berlin, München und später in Belgien. Seinen Ruhm begründete er vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Komödienzyklus Aus dem bürgerlichen Heldenleben . In Werken wie Die Hose (1911) und Der Snob (1914) sezierte er mit scharfem Witz die Doppelmoral und den rücksichtslosen Aufstiegswillen des wilhelminischen Bürgertums. Markant ist sein „Telegrammstil“ – eine künstlich verknappte, präzise Sprache. Trotz großer Erfolge in der Weimarer Republik führten psychische Krisen und die politische Entwicklung zu seinem Rückzug. 1933 verboten die Nationalsozialisten seine Werke. Sternheim starb 1942 isoliert und weitgehend vergessen im Brüsseler Exil. Er gilt heute als visionärer Kritiker bürgerlicher Lebensentwürfe.

Der in Leipzig geborene Bankierssohn Carl Sternheim (1878 – 1942) war einer der bedeutendsten Dramatiker des deutschen Expressionismus. Er lebte als freier Schriftsteller in Berlin, München und später in Belgien. Seinen Ruhm begründete er vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Komödienzyklus Aus dem bürgerlichen Heldenleben . In Werken wie Die Hose (1911) und Der Snob (1914) sezierte er mit scharfem Witz die Doppelmoral und den rücksichtslosen Aufstiegswillen des wilhelminischen Bürgertums. Markant ist sein „Telegrammstil“ – eine künstlich verknappte, präzise Sprache. Trotz großer Erfolge in der Weimarer Republik führten psychische Krisen und die politische Entwicklung zu seinem Rückzug. 1933 verboten die Nationalsozialisten seine Werke. Sternheim starb 1942 isoliert und weitgehend vergessen im Brüsseler Exil. Er gilt heute als visionärer Kritiker bürgerlicher Lebensentwürfe.

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