Heike Frank

Heike Frank, geboren in Bremen, Studium der Neueren Deutschen Literatur und Philosophie an der Ludwig-Maximilians Universität München, Regieassistentin bei Hans Neuenfels an der Freien Volksbühne in Berlin. Dramaturgin an den Wuppertaler Bühnen, am Theater Ulm, am Nationaltheater Mannheim, am Bremer Theater, Chefdramaturgin am Schauspiel Graz und am Schauspiel Köln. Dort begann sie 2007 zu inszenieren und gewann mit KAMPF DES NEGERS UND DER HUNDE auf dem NRW-Theatertreffen den Preis für die "Beste Inszenierung". Seit 2008 Freie Regisseurin, u.a. am neuen theater halle, ("Motortown" von Simon Stephens, "DNA" von Dennis Kelly, "Antigone" von Sophokles, "Wonderful World" von Richard Dresser), am Theater Augsburg ("Die Ermittlung" von Peter Weiß, "Die schmutzigen Hände" von Jean-Paul Sartre), am Landestheater Linz ("Triumph der Provinz" von Felicia Zeller), am Theater Ulm ("Blackbird" von Davis Harrower, "Nur ein Tag" von Martin Baltscheit, "Ab Jetzt" von Allan Ayckbourne) und am Vorarlberger Landestheater in Bregenz (u.a. "In aller Ruhe" von Owen McGafferty). 2016 übersetzte sie "Der Geizige" von Molière für ihre eigene Inszenierung in Bregenz. Diese Übersetzung wurde mehrfach nachgespielt. Seit 2008 Lehraufträge u.a. an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz und dem Mozarteum Salzburg.

Heike Frank, geboren in Bremen, Studium der Neueren Deutschen Literatur und Philosophie an der Ludwig-Maximilians Universität München, Regieassistentin bei Hans Neuenfels an der Freien Volksbühne in Berlin. Dramaturgin an den Wuppertaler Bühnen, am Theater Ulm, am Nationaltheater Mannheim, am Bremer Theater, Chefdramaturgin am Schauspiel Graz und am Schauspiel Köln. Dort begann sie 2007 zu inszenieren und gewann mit KAMPF DES NEGERS UND DER HUNDE auf dem NRW-Theatertreffen den Preis für die "Beste Inszenierung". Seit 2008 Freie Regisseurin, u.a. am neuen theater halle, ("Motortown" von Simon Stephens, "DNA" von Dennis Kelly, "Antigone" von Sophokles, "Wonderful World" von Richard Dresser), am Theater Augsburg ("Die Ermittlung" von Peter Weiß, "Die schmutzigen Hände" von Jean-Paul Sartre), am Landestheater Linz ("Triumph der Provinz" von Felicia Zeller), am Theater Ulm ("Blackbird" von Davis Harrower, "Nur ein Tag" von Martin Baltscheit, "Ab Jetzt" von Allan Ayckbourne) und am Vorarlberger Landestheater in Bregenz (u.a. "In aller Ruhe" von Owen McGafferty). 2016 übersetzte sie "Der Geizige" von Molière für ihre eigene Inszenierung in Bregenz. Diese Übersetzung wurde mehrfach nachgespielt. Seit 2008 Lehraufträge u.a. an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz und dem Mozarteum Salzburg.

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Molière

Der Menschenfeind

Deutsch von Heike Frank
3 D, 8 H

Molières „Menschenfeind“ ist Alceste, der die Heuchelei und Oberflächlichkeit der Gesellschaft zutiefst verabscheut. Er fordert radikale Aufrichtigkeit, worüber er mit seinem pragmatischen Freund Philinte in Streit gerät. Seine Kompromisslosigkeit bringt ihm schnell Ärger ein: Er zerreißt das dilettantische Sonett des Höflings Oronte schonungslos in der Luft, was zu einer Feindschaft und einer Klage vor einem Schiedsgericht führt.
Paradoxerweise liebt Alceste die junge, kokette Witwe Célimène, die genau jene gesellschaftlichen Laster verkörpert, die er so sehr hasst. Sie umgibt sich mit zahlreichen Verehrern und glänzt damit, genüsslich über abwesende Bekannte zu lästern. Die scheinheilige Arsinoé versucht aus Eifersucht, Alceste von Célimène abzuwenden, indem sie ihm als Beweis ihrer Untreue einen unadressierten Liebesbrief Célimènes zuspielt.
In einer dramatischen Konfrontation dreht die gerissene Célimène den Spieß jedoch um: Sie redet dem wütenden Alceste erfolgreich ein schlechtes Gewissen wegen seines Misstrauens ein, sodass er ihr erneut verfällt. Die Lage eskaliert weiter, als Alceste in seinem Gerichtsprozess unterliegt und den Entschluss fasst, der Gesellschaft endgültig den Rücken zu kehren.
Schließlich fordern Alcestes Nebenbuhler eine finale Entscheidung von Célimène. Dabei präsentieren sie Briefe, in denen sie jeden ihrer Verehrer schonungslos verspottet hat. Entlarvt wird Célimène von allen Männern verlassen. Nur Alceste bietet ihr die Heirat an – unter der Bedingung, ihm in die absolute Einsamkeit zu folgen. Als die erst zwanzigjährige Célimène dies ablehnt, weist Alceste sie endgültig zurück und verzichtet auch auf die aufrichtige Éliante, die sich stattdessen mit Philinte verlobt. Alceste zieht sich in die Einsamkeit zurück, während seine Freunde ihm folgen, um ihn vielleicht doch noch umzustimmen.
Heike Frank, deren Übersetzung von "Der Geizige" schon wiederholt nachgespielt wurde, legt hier eine Neu-Übersetzung von Molières berühmter Komödie vor.

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