Theater

News

Ewald Palmetshofer

Ewald Palmetshofer erhält den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2026

Ewald Palmetshofer erhält den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2026. Der mit 25.000 Euro dotierte Theaterpreis wird von der Künstlerseelsorge des Erzbistums Köln am 2. November verliehen. Das Kuratorium würdigte die Werke Palmetshofers, in dessen Stücken eine Gesellschaft beschrieben werde, die an der metaphysischen Leere zugrunde zu gehen droht.

Autorenporträt von Ewald Palmetshofer © Magnus Lechner

Das Kuratorium begründete seine Entscheidung wie folgt: 

„Seit über 20 Jahren gehört der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer zu den wesentlichen zeitgenössischen Theaterautoren. Er beschreibt in seinen Stücken eine Gesellschaft, die den traditionellen Himmel längst geräumt hat. Sie droht an der metaphysischen Leere zugrunde zu gehen. Deshalb ist seine Dramatik auch eine Chronik des Verlusts.“

Der Ludwig-Mülheims-Theaterpreis fördert die Begegnung zwischen gegenwärtiger Theaterlandschaft, Autoren und Religion. Der Theaterpreis wird aus dem Nachlass des Schauspielers Ludwig Mülheims finanziert, den das Erzbistum Köln verwaltet. Er zählt zu den höchstdotierten deutschsprachigen Literaturpreisen. Ausgewählt werden die Preisträger von einer Jury, die sich aus den Mitgliedern des Kuratoriums zusammensetzt. Das Kuratorium selbst besteht aus international renommierten Personen, darunter Literaturwissenschaftler/innen und Intendanten/innen der Kunst- und Theaterszene sowie aus geborenen/festen Mitgliedern.

© Magnus Lechner

Ewald Palmetshofer

Ewald Palmetshofer, geboren 1978 in Linz, studierte in Wien Theologie und Lehramt Philosophie / Psychologie. Der Autor und Dramaturg wurde 2008 zum Nachwuchsdramatiker des Jahres ernannt. Mit hamlet ist tot. keine schwerkraft wurde er 2008 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, 2010 mit dem Stück faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete. Mit seinem Stück die unverheiratete gewann Ewald Palmetshofer 2015 den Mühlheimer Dramatikerpreis. Die Uraufführungsinszenierung von Robert Borgmann am Wiener Akademietheater wurde außerdem 2015 zum Berliner Theatertreffen 2015. Dem folgten weitere Einladungen nach Mülheim. 2018 wurde Vor Sonnenaufgang am Theater Basel uraufgeführt und seitdem an mehr als zwanzig Häusern nachgespielt. Mit der Uraufführung von die verlorenen in der Regie von Nora Schlocker eröffnete Andreas Beck 2019 seine Intendanz am Residenztheater in München, wo Ewald Palmetshofer seit der Spielzeit 2019/20 auch als Dramaturg arbeitet.

Mehr erfahren
Digitales Textbuch