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Roland Schimmelpfennig

SOMMERSONNENWENDE am Schauspiel Stuttgart uraufgeführt

SOMMERSONNENWENDE von Roland Schimmelpfennig am Schauspiel Stuttgart: An einem herrlichen Sommerabend feierten wir eine Uraufführung, "eine fabelhafte Regie- und Schauspielleistung" und einen Abend, bei dem alles "on point sitzt" - wie nachtkritik findet.

Vier Schauspielende sitzen gedrängt auf einer dunklen Theaterbühne. Eine Frau im goldenen Kleid lacht und hält eine Zigarette, flankiert von emotionalen Figuren. Im Hintergrund hängen viele Bühnenlichter. © Toni Suter
Das alljährliche Sommerfest von Isabel und Albert im großen Garten des Hauses am See, das Isabel von ihrem Vater geerbt hat, wird gefeiert. Die halbe Stadt ist eingeladen  - und plötzlich steht auch mehr oder weniger erwartet Victor, Isabels Bruder mit seiner Frau Patricia, seinem Sohn und dem Hund Loki im Garten seines Elternhauses, in das er am liebsten zurückkehren möchte. 
Das alte Schlachtermesser des verstorbenen Patriarchen hat Victor schon mal als Gastgeschenk mitgebracht. Argwöhnich beäugen sie das fremde Kind, das Isabel und Albert adoptiert haben und das jetzt Teil der Familie sein soll  - mit Erbanspruch auf das große Haus. 
Was leichtfüßig und komisch beginnt, endet zu den Schreien der dementen Katze in einer Familienschlacht, in der es um alles geht: Besitz, Identität und die Deutung der Vergangenheit. 

"In 'Sommersonnenwende' kommen der Faschismus und der Fremdenhass durch das Gartentor zurück." (Roland Schimmelpfennig)
von Roland Schimmelpfennig
Schauspiel Stuttgart
Inszenierung: Daniela Löffner, Bühne: Claudia Kalinski, Kostüme: Katja Strohschneider, Komposition: Matthias Erhard, Licht: Ralf Strobel, Dramaturgie: Benjamin Große.
Mit: Katharina Hauter, Rainer Galke, Marco Massafra, Christiane Roßbach.  
Eine Theaterszene auf dunkler Bühne mit Scheinwerfern: Ein Mann im weißen Anzug lacht im Stehen, während ein Mann im braunen Anzug verzweifelt auf dem Boden sitzt. Im Hintergrund liegt eine umgekippte Bank.
© Toni Suter
© Adriana Jacome

Roland Schimmelpfennig

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, ist Autor, Regisseur und vor allem einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Er studierte, nach einem längeren Aufenthalt als Journalist in Istanbul, Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seither schreibt er Theaterstücke für große Häuser wie das Deutsche Theater Berlin, das Burgtheater Wien, das Residenztheater München und das Schauspielhaus Hamburg – aber auch für internationale Bühnen in Stockholm, Kopenhagen, Toronto oder Tokio. Seine Theaterstücke – darunter auch viel gespielte Texte für das Kinder- und Jugendtheater - werden immer wieder mit Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem renommierten Mülheimer Dramatikerpreis. Im S. Fischer Verlag erschien zuletzt Roland Schimmelpfennigs vierter Roman Sie wartet, aber sie weiß nicht auf, auf wen.
Roland Schimmelpfennig lebt in Berlin und Valencia.


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