Theater

News

Roland Schimmelpfennig

FREMDE SONNE. Die Argonauten. Iason. Medea. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt

Roland Schimmelpfennig legt mit seinem neuen Antikenzyklus FREMDE SONNE am Deutschen Schauspielhaus Hamburg eine neue Interpretation des großen Mythos um die Argonauten, Iason und Medea vor – und wirft dabei einen sehr gegenwärtigen Blick auf die Antike. Karin Beier setzt das Spektakel bildgewaltig mit einem fantastischen Ensemble in Szene.

Surreale Collage einer geflügelten, gehornten Figur mit Gasmasken-Helm, die zwei Pistolen hält, über einer fantastischen Landschaft mit kleinen Helmfiguren und bunten Korallen. © Rocket&Wink

Nach der erfolgreichen fünfteiligen Serie „ANTHROPOLIS. Ungeheuer. Stadt. Theben.“ wurde zur Eröffnung der Spielzeit 2026/27 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ein neuer Antikenzyklus von Roland Schimmelpfennig uraufgeführt. Was geschah, bevor die Argonauten mit dem tödlichen Auftrag losgeschickt wurden, um jeden Preis das kostbarste Ding auf der Welt zurückzuerobern? Statt strahlender Heroen schickt Roland Schimmelpfennig eine Gruppe von Antihelden mit universellem Allmachtsanspruch auf eine fatale Mission - mit desaströsen Folgen. Er begleitet Iason und Medea durch eine Rekonstruktion der traumatischen Ereignisse von Kolchis nach Korinth und in die Katastrophe des Kindermordes – der hier als letzter Akt des Widerstands einer Fremden in einer feindlichen Welt erscheint.  Mit MEDEA IN ATHEN holt Schimmelpfennig die Tragödie schließlich ins Heute und in den bürgerlichen Albtraum einer zerstörerischen Ehe voller Alkohol und Tabletten. 

Aus Anlass des Uraufführungswochendes erschien am 23.09.2026  auch das dazugehörige Buch „FREMDE SONNE. Die Argonauten. Iason. Medea.“ (Fischer Taschenbuch) mit allen vier neuen Theaterstücken von Roland Schimmelpfennig im Buchhandel. Tauchen Sie ein in den großen Mythos vom Goldenen Vlies:

„DIE ARGONAUTEN: Auftrag, Aufbruch und Irrfahrt“, „MEDEA IN KOLCHIS: Eine Rekonstruktion“, „MEDEA IN KORINTH: Die verlorenen Kinder“, „MEDEA IN ATHEN: Der gefundene Sohn“.

Eine Frau und ein Mann, beide in schwarzer Kleidung, sitzen ernst blickend an der vorderen Bühnenkante. Hinter ihnen steht eine unfertige Mauer aus Lehmziegeln auf einem teils mit Erde bedeckten Bühnenboden.
© Monika Rittershaus
Auf einer dunklen Bühne stehen zwei Personen, die in schwarze Bänder verwickelt sind. Vorne ein älterer Mann im weißen Unterhemd, dahinter eine schreiende Gestalt mit großen Hörnern und weit erhobenen Armen.
© Monika Rittershaus
© Adriana Jacome

Roland Schimmelpfennig

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, ist Autor, Regisseur und vor allem einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Er studierte, nach einem längeren Aufenthalt als Journalist in Istanbul, Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seither schreibt er Theaterstücke für große Häuser wie das Deutsche Theater Berlin, das Burgtheater Wien, das Residenztheater München und das Schauspielhaus Hamburg – aber auch für internationale Bühnen in Stockholm, Kopenhagen, Toronto oder Tokio. Seine Theaterstücke – darunter auch viel gespielte Texte für das Kinder- und Jugendtheater - werden immer wieder mit Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem renommierten Mülheimer Dramatikerpreis. Im S. Fischer Verlag erschien zuletzt Roland Schimmelpfennigs vierter Roman Sie wartet, aber sie weiß nicht auf, auf wen.
Roland Schimmelpfennig lebt in Berlin und Valencia.


Mehr erfahren
Digitales Textbuch