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Zsuzsa Bánk
Alles ist groß
Er verbringt seine Tage, wo niemand landen will: auf dem Friedhof. Früher nannte man Menschen wie ihn Totengräber, aber er ist gerne der Mann fürs letzte Geleit – er ist der Grabmacher. In seinem vorherigen Job als Paketzusteller war er ständig im Stress. Erst in seiner Arbeit auf dem Friedhof scheint er eine große Lebensfreude und einen inneren Frieden gefunden zu haben. Er hat eine tägliche Verbindung zu etwas Höherem, das er nicht ganz greifen und fassen, aber doch auf eine Art spüren kann. Zweifel an unserer Existenz verstärken sich durch seine Arbeit nicht, sie hören auf.
Was bleibt von all den verschiedenen Leben, die tagtäglich zu Grabe getragen werden, wie kann jemand tagtäglich die wechselnden Trauerzeremonien aushalten, die ihn auf die eigene Endlichkeit am Rande der Großstadt zurückwerfen? Davon erzählt Zsuzsa Bánk in Alles ist groß auf leichtfüßige, poetische Weise und wirft die Frage nach dem Glück auf: Wieviel davon hängt von unserem Beruf ab, wieviel ist in unserer eigenen Persönlichkeit angelegt?
Auftragsarbeit für das Schauspiel Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, Frankfurt am Main e.V.
1 H
UA: 09.04.20 · Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele · Regie: Anselm Weber / Kornelius Eich
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