Svealena Kutschke

NEU
zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden
3 D, 2 H
UA: Juni 2019 · Deutsches Theater, Berlin · Regie: András Dömötör
Ein Wohnhaus in Berlin. Darin: ein alter Trinker, ein lesbisches Paar, ein Geflüchteter, eine depressive Frau und ihr Ex-Mann. Um den Alltag, das Neben- und Miteinander dieser Sechs entspinnen sich zahlreiche Gegenwartsfragen wie Gentrifizierung und Verdrängung, vor allem aber unser Umgang mit Fremdem – mit Menschen, die uns nicht verständlich sind, sei es aufgrund von Kultur, Herkunft oder auch nur von Missverständnissen und verstellten Blicken. Die klar gezeichneten Figuren entwickeln verschiedene Strategien, um mit der Selbst-Entfremdung wie mit der Fremdheit in der Welt umzugehen, und wetteifern in einer Hierarchie des Elends um die besten Gründe, sich zugrunde zu richten. Svealena Kutschke zeichnet in zu unseren füßen das gold, aus dem boden verschwunden ein präzises Gesellschaftspanorama und lässt ihre Antiheld_innen so wortgewandt wie hochreflektiert zu Wort kommen: Ihre scheinbare Sprachmächtigkeit, die um die Hintergründe und Untiefen der eigenen Situation weiß, erzählt jedoch vor allem von der eigenen Ohnmacht. (Ankündigung Deutsches Theater)