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Lisa Krusche

Ein Riese in Halle – Lisa Krusches neues Kinderstück uraufgeführt

Mit der Uraufführung von Lisa Krusches EIN RIESE ALLEIN HEBT NOCH KEINEN MOND AN DEN HIMMEL bringt das Thalia Theater Halle ein poetisches Abenteuer den Wert des Träumens auf die Bühne. Regisseurin Nicole Gospodarek inszeniert Emis fantastischen Kampf gegen eine leistungsbesessene Welt mit einem vielseitigen Ensemble für alle ab 6 Jahren.

Theaterszene mit einer riesigen, grau-pelzigen Figur mit blauen Gesichtszügen und oranger Brille, die entspannt liegt. Auf ihrem Bauch stehen zwei kleine, modisch gekleidete Puppen vor buntem Hintergrund.
© Martin Patze

Was passiert eigentlich, wenn die Nacht verschwindet, weil Pausen in der Welt der Erwachsenen als reine Zeitverschwendung gelten? Dieser Frage widmete sich das Thalia Theater in Halle am 8. Februar 2026 mit der Uraufführung von Lisa Krusches Theaterstück EIN RIESE ALLEIN HEBT NOCH KEINEN MOND AN DEN HIMMEL. Das im Rahmen des renommierten Förderprogramms „Nah dran!“ entstandene Auftragswerk ist eine fantasievolle Parabel auf unsere Leistungsgesellschaft und den Klimawandel, verpackt in ein Abenteuer für Kinder ab sechs Jahren.

Im Zentrum der Handlung steht Emi, gespielt von Jennifer Krannich. Emi liebt ihre Ferien bei Tante Tulsi (Franziska Hayner), denn dort darf sie endlich das tun, was sie am besten kann: Milchreis essen, herumstreunern und herrlich unproduktiv sein. Doch dieses Idyll ist bedroht. Der Bürgermeister der kleinen Stadt verlangt von den Einwohnern ständige Arbeit; Träume sind unerwünscht. Als plötzlich der Mond verschwindet und der Tag übergangslos zur Nacht wird – oder vielmehr eine zweite Sonne am Himmel steht –, gerät das Gleichgewicht der Welt aus den Fugen.

Gemeinsam mit ihrer Tante, einem Riesen (Nicoline Schubert) und dem Fuchs Farou (Tristan Becker) begibt sich Emi auf eine abenteuerliche Reise, um den Mond zurückzuholen. Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Naturgewalten behaupten, sondern auch gegen Raspelzahn (Franz Blumstock), den dubiosen Handlanger des Bürgermeisters.

Weitere Informationen zur Uraufführungsproduktion finden Sie hier.

Regie: Nicole Gospodarek
Bühne & Kostüme: Konstanze Grotkopp
Emi: Jennifer Krannich
Tulsi: Franziska Hayner
Riese: Nicoline Schubert
Raspelzahn: Franz Blumstock
Farou/Fuchs & Musik: Tristan Becker

 

Theaterszene mit vier bunt kostümierten Schauspielern vor einem grauen, pelzigen Himmelbett-Gestell. Darin steht eine große, zottelige Figur mit blauem Gesicht und oranger Brille vor hellem Hintergrund.
© Martin Patze
© Charlotte Krusche

Lisa Krusche

Lisa Krusche, geboren 1990 in Hildesheim, lebt in Braunschweig. Studium der Kunstwissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (HBK). Veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien, u.a. in Mindstate Malibu. Kritik ist auch nur eine Form des Eskapismus. 2019 erhielt sie den Edit Radio Essaypreis. 2020 den Hans-im-Glück-Preis und den Deutschlandfunk-Preis bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Unsere anarchistischen Herzen ist Lisa Krusches erster Roman, der auf der Shortlist des 42. aspekte-Literaturpreises stand.

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