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Wolfram Lotz

TRÄUME IN EUROPA am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt

Die Uraufführung von TRÄUME IN EUROPA fand am 09.05.2026 in der Regie von Sebastian Hartmann am Staatsschauspiel Dresden statt.

Fünf Personen in Kostümen auf einer Bühne. Drei Frauen sitzen eng beieinander an einem Tisch, zwei berühren ihre Stirnen. Dahinter stehen zwei Männer; einer hält das Gesicht des anderen sanft umschlungen. © Sebastian Hoppe

Du sitzt im Taxi in Amsterdam, aber seltsamerweise musst du selbst fahren, während der Taxifahrer daneben sitzt. Ein Bekannter aus dem Internet umarmt dich zu Hause, du fühlst dich seit Langem wieder geborgen, dann aber kommt dein Mann mit den Kindern die Treppe hinauf – alles verschwindet, und du wachst auf. Wolfram Lotz hat sich in europäischen Internetforen auf die Suche nach Träumen gemacht und sie in seine ganz eigenen literarischen Erzählungen übertragen. Es sind merkwürdige, komische Träume, die einem immer wieder sehr vertraut vorkommen – weil es die Träume wirklicher Menschen sind und weil die Welt, in der wir leben, ja wirklich ziemlich komisch ist. Weitere Informationen zur Uraufführung am Staatsschauspiel Dresden finden Sie hier

„Lotz verzichtet konsequent auf Erklärung, Interpretation, gar zeitdiagnostische Thesen. Was ihn interessiert, ist gerade die ‚Fremdartigkeit und Unkenntlichkeit‘, die pure Faszination, die vom Traummaterial ausgeht. Diese Faszinationskraft ist es, um die es Hartmann in seiner Inszenierung geht.“ (Süddeutsche Zeitung)

Träume in Europa
von Wolfram Lotz
Uraufführung
Regie und Bühne: Sebastian Hartmann, Kostüme: Adriana Braga Peretzki, Klavier: Friederike Bernhardt, Dramaturgie: Jörg Bochow.
Mit: Marin Blülle, Gina Calinoiu, Jakob Fließ, Philipp Grimm, Henriette Hölzel, Nihan Kirmanoglu, Paul Kutzner, Torsten Ranft, Sarah Schmidt, Nadja Stübiger.
Premiere am 9. Mai 2026

© Andre Simonow

Wolfram Lotz

Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, wuchs im Schwarzwald auf. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz, und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, vor allem für Die lächerliche Finsternis. In seinen Stücken stellt er immer wieder die Darstellung von Wirklichkeit auf der Bühne in Frage und fordert ein "Unmögliches Theater", in dem die Fiktion die Realität bestimmt und verändert.

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