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Theater

Yade Yasemin Önder

Anti Müller

Stoffrechte zur Dramatisierung

"Liebe ist die Illusion, dass die aktuelle Beziehung hält, und die nach ihrem Ende nur durch eine neue Illusion in Form einer neuen Liebe zur Desillusion werden kann."
Anti Müller ist kein Liebesroman. Es ist eine schonungslose Analyse verkrusteter Strukturen und ihrer sanften Vollstrecker, unter deren lackierten Nägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats lauert. Mit großer poetischer Präzision seziert Yade Önders Erzählerin die Mechanismen moderner Beziehungen sowie eines vermeintlich feministischen Kulturbetriebs, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper. (Ankündigung park x Ullstein)

»Ich wage zu prophezeihen, dieses Buch wird ein feministischer Klassiker.« Daniela Dröscher

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Die imaginären Nachrichten an die Verflossenen. Ständig formuliert etwas im Inneren, mal die gellende Wut, mal die glupschäugige Hoffnung, sogar die Lust dichtet brodelnd mit im Kopf der Verlassenen.

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Yade Yasemin Önder

Kritiken

RBB Radio 3

27.03.2026

Das Buch ist richtig, richtig gut. Es ist unterhaltsam, es ist ein Debattenangebot und es ist hochliterarisch in seiner ganzen Rotzigkeit.

Tip Magazin

25.02.2026

Eine Prosa, die große Klappe ebenso kann wie poetisches Pulsieren. Sätze, die sich mitunter erst im letzten Moment entscheiden, ob sie in die Fresse wollen oder ins Herz.

Missy Magazin

13.03.2026

Was, wenn die Zeit abläuft? Yade Yasemin Önder schreibt in ihrem neuen Roman „Anti-Müller“ eindringlich, lustig und aufwühlend über eine Frau, die für den Wunsch nach einem Kind über Grenzen geht.

RBB Radio 3

27.03.2026

Das Buch ist richtig, richtig gut. Es ist unterhaltsam, es ist ein Debattenangebot und es ist hochliterarisch in seiner ganzen Rotzigkeit.

Tip Magazin

25.02.2026

Eine Prosa, die große Klappe ebenso kann wie poetisches Pulsieren. Sätze, die sich mitunter erst im letzten Moment entscheiden, ob sie in die Fresse wollen oder ins Herz.

Missy Magazin

13.03.2026

Was, wenn die Zeit abläuft? Yade Yasemin Önder schreibt in ihrem neuen Roman „Anti-Müller“ eindringlich, lustig und aufwühlend über eine Frau, die für den Wunsch nach einem Kind über Grenzen geht.

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Yade Yasemin Önder

Kartonage

3 D, 2 H, Nokia 5110

Die Werners wohnen im Karton. Seit 16 Jahren. Da ist es eng. Frau Werner streng. Sagt an, wann Tag und Nacht. Und was zu tun. Und was zu lassen. Sagt sie dem Gatten - Werner - Wernerlein. Und dass das Marmeladenbrot gegessen wird. An jedem Tag. Marille, bittersüß. Bei Widerspruch gibt’s einen Schlag. Das funktioniert. Nur wenn Herr Werner unruhig wird, wenn ihn der Drang nach Draußen überkommt, dann knöpft Frau Werner ihre Bluse auf. Damit Herr Werner diesen Drang an ihr und im Karton bewältigt. Damit die Ordnung wieder herrschen kann. Doch diese Ordnung kippt, als eines Tages Rosalie am Boden liegt. Die totgeglaubte Tochter bringt den Werners schreckliches Erinnern mit. An das, was war, als Rosalie verschwand. Und vor allem auch an das, was war, als Werner noch das Sagen hatte.

Yade Önders surreale Setzung eines im Karton lebenden Ehepaars und ihrer traumatisierten Tochter erzählt poetisch und bedrückend genau von der routinierten Brutalität eines verwachsenen Miteinanders. Der Karton dient zur hermetischen Abriegelung von der Außenwelt, eine selbstgewählte Strafe, die zuvor am eigenen Kind schier endlos exerziert wurde. Und die auch im Selbstversuch keine Erlösung vom Vergangenen bieten kann. Mit Kartonage hat die junge Autorin ein höchst beeindruckendes Debüt geschrieben, in dem Vergangenheit und Gegenwart sich auf dem Blatt schon feindlich gegenüberstehen. Und das Dazwischen auch nicht mehr vermitteln kann.

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Theater

Yade Yasemin Önder

Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron

Ein großartiges, anarchistisches Sprachereignis: Yade Önders Romandebüt.
Schon immer haben drei Bestandteile ausgereicht, um die Welt neu zu erschaffen und zurück ins Chaos zu stürzen: Vater, Mutter, Kind. Yade Yasemin Önder bringt diese Akteure so virtuos auf Kollisionskurs, dass einem die Luft wegbleibt: ein im schönsten Sinne atemberaubendes Debüt.

Im Jahr nach Tschernobyl wird die Ich-Erzählerin geboren, irgendwo in der westdeutschen Provinz, als »Mischling aus meiner Mutter und meinem Vater«, wie es heißt. Doch die intakte Kernfamilie währt nicht lange: Der türkische Vater (so übergewichtig, dass man »fast nichts mit ihm machen kann, was mit Schwerkraft zu tun hat«) stirbt. Alleingelassen ergeben Tochter und Mutter eine toxische Mischung. Der Roman erzählt, wie ein Mädchen hinausfindet aus einer beschädigten Familienaufstellung hinein in eine düster-funkelnde BRD. Er erzählt von einem Großvater mit Loch im Hals, von Sommern in Istanbul, die nach zu heißen Elektrogeräten riechen und nach Anis; von Dingen und Menschen, die auf Nimmerwiedersehen aus dem Fenster fliegen. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich immer wieder verliert und wiederfindet, auseinanderfällt und neu zusammensetzt. Bei alldem bleibt der Vater ein Wiedergänger, der deutlich macht: Auch jemand, der fehlt, kann zu viel sein. Önders Debüt ist ein wilder Roman über den Körper, über Fremdheit und Ankommen, über Identität und Differenz, der durch seine Kühnheit immer wieder verblüfft: schnell und klug und bei aller Düsterkeit irrsinnig komisch. (Kiepenheuer & Witsch)

„Önder lässt es scheppern, versteht sich aber auch auf die leisen Töne. Sie kann Sätze formulieren, die sich wie expressionistische Gedichtzeilen lesen. Und sie hat ein Gespür für literarische Komik, die nicht nur die Lesenden, sondern eben auch die leidenden Figuren brauchen.“ (taz)

„Ein furioser Text voller Drastik und Schönheit. (…) Mit Sätzen, die wie wummernde Bassläufe direkt in die Magengrube fahren. “ (SWR2)

„Ein schwerwiegendes und schwereloses Debüt.“ (Die Welt)

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