"Der WEGENER, ein traditionsreiches Gasthaus am Wege, in einem Tale, einem zwischen Ort und Ort im grünen Herzen. Dort wird gegessen, gearbeitet, gesungen, gefeiert und versucht zu vergessen. Doch beginnt es zu wurln.
Im Mittelpunkt stehen die Wirtin Magda und ihre Töchter Gerda und Gertraud zwischen Verdrängen und Aufdecken, zwischen Vergeben und Vergessen. Was bleibt auf den Wirtshaustischen, was bleibt in den Leibern der Familien, wie schreibt politisches und staatsbürgerliches Verhalten aus einer Zeit sich ein?
Ausgehend von dokumentarischem Material regionaler Entnazifizierungsprotokolle, entfaltet sich eine fiktionalisierte Familiengeschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg und erzählt, wie sich Haltungen und Sprache fortschreiben und sich Ideologien im Alltag bis ins Heute einnisten. Ein poetisches Volksstück mit Musik über das, was bleibt, wenn man verdrängt.
Ein Stück Volkskultur." (Thomas Perle)