Björn SC Deigner

NEU
Mission Mars
Fellowship am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater
1 D, 3 H
UA: 10.01.2020 · Oldenburgisches Staatstheater · Regie: Kevin Barz
Alex, Christian und Ulf auf Marsmission. Schweben durch die Sphäre. Schleppen sich durch fremdartige Gebiete. In Astronautenanzügen, die selbst ihre Bewegungen in eine eigenartige Form zwingen. Verlangsamt. Und isoliert im Helm. Kommunizieren sie über Mikrofone. So nah und doch so fern. In ihrem Habitat in der grenzenlosen Einöde bilden einzig die nassforschen Witze des Mission Support noch ihren Nabel zur Welt. Das Miteinander der Kleingruppe gestaltet sich zunehmend kompliziert. Als der Wassertank auf einmal leer ist und niemand auf ihren Notruf reagiert, bleiben sie sich scheinbar irgendwann gänzlich selbst überlassen.

Mit einer Sprache, die die karge Schönheit der beschriebenen Landschaft in sich trägt, beschreibt Björn SC Deigner die außerirdische Atmosphäre dieser Mission. Gedanken und Worte sickern mit poetischer Langsamkeit ins Bewusstsein. Wie stark muss die Vision sein, um das menschliche Durchhaltevermögen zu überlisten. Oder wie stark der Wille?

Journal

Björn SC Deigner

Uraufführung: "das ist das Weltall. hier ist alles improvisiert." – MISSION MARS von Björn SC Deigner am Oldenburgischen Staatstheater

10.01.2020
"seht ihr dieses Schwarz. wie eine Decke die dir deine Mutter über die Augen gelegt hat. wisst ihr. die Astronauten der Mondmissionen kamen nie zurück. nach ihrer Reise sind sie nie zurückgekehrt. und ich verstehe das. verstehe das wirklich."   Am 10.01.2020 findet die Uraufführung von Björn SC Deigners neuem Stück MISSION MARS am Oldenburgischen Staatstheater statt. Regie führt Kevin Barz. Es spielen: Fabian Kulp, Matthias Kleinert, Tobias Schormann ... mehr

Kritiken

Mission Mars

Nachtkritik

In ihrer Stringenz und Dichte fordert diese Inszenierung tatsächlich viel vom Schauspiel. Und das geht erfreulicherweise ziemlich gut. [...] "Mission Mars" seziert die Menschheit unter Laborbedingungen. 

Nordwest Zeitung

Dem Untergang der Menschheit zu applaudieren, fällt allgemein schwer. Angesichts der tief beeindruckenden Inszenierung von „Mission Mars“ in Jubel auszubrechen, dagegen nicht. Das Publikum löste die eigene Spannung durch lang anhaltenden Beifall und atmete auf.