Junges Theater

Jung

Janine D'Aragona & Sefa Küskü

Neu im Programm: „in liebe,“ von Janine D'Aragona und Sefa Küskü

Wir freuen uns sehr, Janine D'Aragona und Sefa Küskü mit ihrem preisgekrönten Jugendstück „in liebe,“ vertreten zu dürfen. Der mit dem WESTWIND-Jugendjurypreis ausgezeichnete Text, ist ein unbarmherzig ehrlicher und poetischer Text über weibliche Selbstbestimmung, verschüttete Erinnerungen und das schmerzhafte Ende einer Freundschaft. Aktuell ist „in liebe,“ für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2026 nominiert.

Zwei Frauen agieren auf einer Bühne mit Holzwänden, Treppen und Plastikfolie. Vorne steht eine Frau in Jeanslatzhose, hinten eine in Jeansshorts. Beide tragen weiße T-Shirts und posieren neben weißen Kisten. © ProPho

Stellt euch vor, ihr liebt eine beste Freundin so sehr, dass ihr es kaum aushaltet. Euer Schwur fürs Leben: „Bis zur Hölle und wieder zurück.“ Genau das sind Alba und Leyla. Sie wachsen in einer Plattenbau-Tristesse auf und träumen von der großen Freiheit. Doch im Laufe der Jahre entfernen sich die zwei jungen Frauen voneinander: Alba setzt sich zunehmend mit Hatun Sürücü auseinander – der jungen Frau, die 2005 mitten in Berlin von ihrem eigenen Bruder ermordet wurde. Für Alba ist diese Tragödie eine reale Bedrohung, denn ihre Freundin Leyla hat sich in einen deutschen Mann verliebt und in der streng gläubigen Familie fliegen die Fetzen. Alba wird zur radikalen Beschützerin, zettelt Prügeleien an und tut alles, um ihre Freundin zu retten, weil sie überzeugt ist: Leyla wird das nächste Opfer. Doch von heute auf morgen ist Leyla weg. Kein Abschied, nur ein Brief, den Alba drei Jahre lang nicht wagt zu öffnen. Als sie es tut, bricht ihre Welt zusammen. Der Brief ist kein Hilferuf, sondern eine Offenbarung: „Du fragst dich, warum ich dich nicht mitgenommen habe? Ich ersticke!“ Leyla wurde von ihrer Familie nicht angerührt, sie ist gegangen, um ihren eigenen Weg zu finden.

„in liebe,“
Altersempfehlung 14+
2 D
UA: 21.11.2024 · c.t.201 – Freies Theater Köln · Regie: Sefa Küskü


 

Eine Frau mit langen Haaren hockt auf gestapelten weißen Kisten auf einer Bühne. Sie trägt ein weißes T-Shirt, Jeansshorts und schwarze Stiefel. Hinten ist eine Holzwand sowie eine mit Folie bedeckte Treppe.
© ProPho

Janine D'Aragona

Janine D'Aragona, geboren 1988 in Freiburg, arbeitet als freie Schauspielerin, Choreografin und Autorin in Köln. Im Alter von 16 Jahren wurde sie Mutter und holte anschließend sämtliche Schulabschlüsse nach, bevor sie 2021 ihre Ausbildung an der Arturo Schauspielschule in Köln absolvierte. Ihre ersten Engagements führten sie ans COMEDIA Theater, wo sie bis heute regelmäßig gastiert und demnächst ihr Regiedebüt geben wird.
Gemeinsam mit Sefa Küskü schrieb sie das Theaterstück in liebe,, das 2026 für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert wurde. Die Inszenierung wurde außerdem mit dem Jugendjurypreis des WESTWIND Festivals sowie dem Goldenen Pinguin ausgezeichnet.

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Sefa Küskü

Sefa Küskü, geboren 1997 in Wanne-Eickel, entdeckte seine Leidenschaft für das Theater, als er 2014 erstmals in einem Jugendclub auf der Bühne stand. Seither spielt er auf verschiedenen Bühnen in Nordrhein-Westfalen. Von 2018 bis 2022 absolvierte er seine Schauspielausbildung an der Schauspielschule der Keller in Köln. Seit 2023 gehört er dem Vorstand von C.T.201 – Freies Theater Köln an.

Seine queere und türkische Perspektive prägt sein künstlerisches Arbeiten. In seinen Stücken beschäftigt er sich mit Herkunft und Zugehörigkeit, familiären Prägungen und gesellschaftlichen Konflikten. Dabei verbindet er dokumentarische Recherche mit biografischen und fiktionalen Elementen.

2022 gab Küskü mit Homo+, einer Stückentwicklung über queere Lebensrealitäten, sein Regiedebüt. Es folgten in liebe, und Çay – Eine Heimatsgeschichte. Das gemeinsam mit Janine D’Aragona entwickelte Stück in liebe, erhielt 2025 den Preis der Jugendjury beim WESTWIND-Festival und 2026 den Goldenen Pinguin für die beste Inszenierung. Der Text steht auf der Shortlist für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2026. Çay – Eine Heimatsgeschichte wurde 2026 zum WESTWIND-Festival eingeladen.

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