Theater

Hannah Zufall

4/5

Oder von der Kunst, keine Fahrstuhlmusik zu werden

**Eingeladen zu den Autor:innentheatertagen 2026 am Deutschen Theater in Berlin**
**Eingeladen zum Schweizer Theatertreffen 2026 in Yverdon-les-Bains und Lausanne**

Vier ältere Menschen und fünf Stühle. Die vier setzen sich, ein Stuhl bleibt leer, denn einer fehlt. Sitzen sie ihre Zeit vor einem Wohnhaus oder einem Altersheim ab? Treffen sie sich an einer Tankstelle oder in einem Café, in einer ranzigen Bar? Es spielt keine Rolle. Was jedoch klar ist: sie kennen sich schon sehr, sehr lange. Einer ist verliebt in eine andere und sagt es nicht. Einer trauert um den fünften und stellt sich dem nicht. Eine ist immer noch Kind und dreht sich tanzend im Kreis. Eine will endlich ihre Ruhe haben. Alle vier würden sich gern freier fühlen, jetzt, in diesem letzten Fünftel ihrer Biografie.
Was erwartet uns im Alter und was erwarten wir vom Alter? Wie unterschiedlich gehen Menschen mit ihren wachsenden Lebensjahren um? Kann man lernen, irgendwann einen Punkt zu machen und will man das überhaupt? Wie damit umgehen, dass die Gesellschaft einem die Bedeutsamkeit von Fahrstuhlmusik zuschreibt und lieber überhört?

In 4/5 treffen sehr unterschiedliche Menschen aufeinander, arbeiten sich an ihren Fragen, Hoffnungen und Problemen ab, erproben das Alter auf spielerische Weise immer wieder neu. Sie erinnern sich, sie schmieden Pläne und vielleicht werden am Ende mehr Stühle frei sein als zu Beginn.

2 D, 2 H

UA: 06.01.2026 · Kleintheater Luzern · Regie: Sophie Stierle (Zell:stoff)

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Menschen gibt es immer doppelt. Als Vorstellung und als Begebenheit. Ich kann mich doch nicht verabschieden, wenn ich selbst gar nicht ganz da bin. Ich muss mich erstmal finden, bevor ich mich verabschieden kann. Ich gehe jetzt. Der Stuhl kommt mit. Ich hab noch viel vor.

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Hannah Zufall

Kritiken

Berliner Morgenpost

11.06.2026

Die Berliner Autorin, Dramatikerin und Theatermacherin hat schon häufig gezeigt, wie gut sie die Kunst des Dialogs beherrscht [...]. Auch ‚4/5‘ hat viel schnellen, abgründigen Witz, der sich überraschend ins Existentielle wenden kann, ohne dabei zur Gardinenpredigt zu werden. […] So blitzt auch immer wieder das Leben durch diese ‚Reise nach Methusalem‘, und neben einer kleinen Philosophie der Zeit liefert das Stück auch Spannendes über das Sterben unter Ameisen, die japanische Kunst des Kintsugi und die titelgebende Fahrstuhlmusik. Berührend, lustig und schön ist das.

Schweizer Theatertreffen 2026

Was am Ende hängen bleibt: Wenn man im Alter noch so spielen kann, wie diese Vier, mit so viel Freude, Galgenhumor und kindlichem Schabernack – dann ist das Elend des Alterns zumindest nicht total.

Luzerner Zeitung

08.01.2026

Die Figuren stehen zwar für einen bestimmten Typ und sind doch vielschichtig. Es ist ein heiteres, kurzweiliges, wunderbar gespieltes Stück, das auch, aber nicht zu sehr, nachdenklich macht. Das Publikum dankt es mit kräftigem Applaus.

Kulturmagazin Frachtwerk

01.01.2026

Eine oft vergessene Generation wird durch die Figuren sichtbar und nahbar. Die Authentizität gelebter Lebens- und Bühnenerfahrung entfaltet sich und verwandelt die Bühne in eine unterhaltsame und berührende Intimsphäre.

Berliner Morgenpost

11.06.2026

Die Berliner Autorin, Dramatikerin und Theatermacherin hat schon häufig gezeigt, wie gut sie die Kunst des Dialogs beherrscht [...]. Auch ‚4/5‘ hat viel schnellen, abgründigen Witz, der sich überraschend ins Existentielle wenden kann, ohne dabei zur Gardinenpredigt zu werden. […] So blitzt auch immer wieder das Leben durch diese ‚Reise nach Methusalem‘, und neben einer kleinen Philosophie der Zeit liefert das Stück auch Spannendes über das Sterben unter Ameisen, die japanische Kunst des Kintsugi und die titelgebende Fahrstuhlmusik. Berührend, lustig und schön ist das.

Schweizer Theatertreffen 2026

Was am Ende hängen bleibt: Wenn man im Alter noch so spielen kann, wie diese Vier, mit so viel Freude, Galgenhumor und kindlichem Schabernack – dann ist das Elend des Alterns zumindest nicht total.

Luzerner Zeitung

08.01.2026

Die Figuren stehen zwar für einen bestimmten Typ und sind doch vielschichtig. Es ist ein heiteres, kurzweiliges, wunderbar gespieltes Stück, das auch, aber nicht zu sehr, nachdenklich macht. Das Publikum dankt es mit kräftigem Applaus.

Kulturmagazin Frachtwerk

01.01.2026

Eine oft vergessene Generation wird durch die Figuren sichtbar und nahbar. Die Authentizität gelebter Lebens- und Bühnenerfahrung entfaltet sich und verwandelt die Bühne in eine unterhaltsame und berührende Intimsphäre.

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