Albert Ostermaier

Das heilige Spiel
1 H
frei zur UA
Der Dichter und Regisseur Pier Paolo Pasolini war ein leidenschaftlicher Fußballer, der die universelle Dimension des Fußballs sah und besang. Für ihn lag im Fußball die Möglichkeit einer idealen Welt. Ob in den Stadien oder auf den staubigen Plätzen der Vorstädte, das Spiel war eine Messe, der Ball das Objekt der innigsten Liebe. Die Spieler konnten Helden oder Götter werden - ohne Ansehen von Herkunft oder Status. Fußball als der wahre Kommunismus?
In seinem hoch poetischen Monolog trägt Albert Ostermaier Pasolinis Leidenschaft weiter. Und erzählt von einer fast religiösen Hingabe an das Spiel. Und von den Träumen der jungen Spieler von Aufstieg, Ruhm und Ehre, die zu platzen drohen, an unmenschlichem Druck und unerfüllbaren Erwartungen. Und an Liebe, die nicht sein darf. Denn nicht nur die Liebe zum Ball glüht in den Herzen der jungen Männer, sondern auch manchmal zueinander. Auch wenn die Liebe zum Fußball eine sehr männliche ist, ist Männerliebe im Fußball immer ein Tabu. Und so werden immer noch Herzen und Körper junger Spieler auf dem Altar der “Kirche der Armen” dem Geld geopfert, denn „was sind die Manager der Vereine anderes als die Priester des Kapitalismus?“,
Eine eindringliche Reflexion über die Widersprüche des Fußballs und gleichzeitig eine heiße Liebeserklärung an den Ball und den Fußballspieler Pier Paolo Pasolini.



fussball ist ein männersport sagen sie
fussball ist ein sport in dem männer männer lieben
sage ich