Theater

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Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

2002 misshandeln drei junge Männer den 16-jährigen Marinus. Die kahlrasierten Täter schlagen auf ihr schwächeres Opfer über Stunden hinweg ein und töten es schließlich durch einen Sprung auf den Hinterkopf. Es gibt erwachsene Zeugen, die nicht eingreifen. Täter und Opfer kennen sich, sie kommen alle aus demselben Dorf in der Uckermark. Der "Mordfall Potzlow" wurde in der Öffentlichkeit schnell als rechtsradikale Gesinnungstat eingestuft. Die Gewalt der Tat aber beginnt nicht in dieser Nacht; sie findet sich fortwährend in den Lebensgeschichten der Beteiligten und deren Familien: 1942 im Umgang mit den polnischen Fremdarbeitern, in den 90er Jahren im Umgang mit den "neuen" Fremden. Sowohl die Familie der Täter als auch die des Opfers sind in der Dorfgemeinschaft nie wirklich angekommen. Über die Montage der verdichteten Gesprächsprotokolle versucht "Der Kick", die Biografie hinter der Tat sichtbar werden zu lassen.





1 D, 1 H

UA: 23.04.2005 · Theater Basel · Regie: Andres Veiel

DSE: 24.04.2005 · Maxim Gorki Theater, Berlin · Regie: Andres Veiel

Ursendung: 03.02.2006 · Rundfunk Berlin-Brandenburg / Südwestrundfunk · Regie: Martin Zylka

Übersetzt in Albanian, Catalan, Croatian, Czech, English, French, Japanese, Polish, Russian, Spanish, Usbek

Aufführungsarchiv

23
April2005
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

Theater

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UA

TheaterTheater Basel,Basel
24
April2005
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieAndres Veiel
05
November2005
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieKatja Langenbach
TheaterThalia Theater GmbH,Hamburg
09
November2005
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieSibylle Broll-Pape
25
Februar2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieSimone Eisenring
16
März2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieGeorge Podt
TheaterSchauburg,München
28
April2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieTasha Haug
27
Mai2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieUlrich Greb
22
September2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieJan Langenheim
TheaterTheater Oberhausen,Oberhausen
09
November2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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16
November2006
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieHenriette Sehmsdorf
TheaterTheater Vorpommern GmbH,Stralsund
25
Januar2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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TheaterTheater im Trafohaus,Mannheim
25
Januar2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegiePetra Luisa Meyer
TheaterTheater Krefeld und,Krefeld
24
Februar2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieHarald Demmer
24
Februar2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieHeike Scharpff
TheaterSchauspiel Leipzig,Leipzig
09
März2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieBob Ziegenbalg
19
März2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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TheaterTheaterlabor Darmstadt,Darmstadt
28
April2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieKay Neumann
04
Mai2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieKatharina Holler
TheaterTheater Magdeburg,Magdeburg
16
Mai2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegiePetra Luisa Meyer
TheaterTheater Krefeld und,Krefeld
03
Juli2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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05
Oktober2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieTilo Krügel
25
Oktober2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieHüseyin Michael Cirpici
TheaterTheater Aachen,Aachen
11
November2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieUlrike Maack
16
November2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieHarald Schandry
28
November2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieKatja Lillih Leinenweber
13
Dezember2007
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieEsther Hattenbach
24
Januar2008
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieAxel Sichrovsky
TheaterHarztheater gGmbH,Halberstadt
28
Februar2008
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieKristo Sagor
TheaterTheater Lübeck GmbH,Lübeck
03
April2008
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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04
April2008
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieTina Geißinger
25
April2008
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieUwe Cramer
22
Mai2008
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegieEric Van Der Zwaag
TheaterTheater Die Tonne gGmbH,Reutlingen
08
März2009
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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ÖEA

RegieKlaus-Dieter Wilke
07
Mai2009
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieMarcel Kohl
20
September2009
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieGerhard Weber
21
Oktober2009
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieAxel Sichrovsky
27
Mai2010
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieThomas Flocken
TheaterSchauspielkollektiv,Lüneburg
14
Oktober2010
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieJanet Lehmann
TheaterTheater Ansbach,Ansbach
26
Februar2011
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieConstanze Burger
17
Oktober2012
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieAlexandra Wilke
08
Januar2015
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieThomas Stang
30
Januar2015
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegiePeter Raffalt
16
April2015
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegiePhilipp Kugler
25
April2015
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegiePetra Clemens
25
September2015
Andres Veiel, Gesine Schmidt

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RegieHannah Schassner
Theatertheater peripherie e.V.,Frankfurt
06
August2022
Andres Veiel, Gesine Schmidt

Der Kick

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RegiePetra Clemens

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Andres Veiel

Die letzte Probe

9 D, Verwandlungsdek

Wilma Abendstern ist in die Jahre gekommen: Die altgewordene Schauspielerin, die es in ihrer Jugend bis zu einer kleinen Bühne nach Wien brachte, ihre restlichen Jahre aber in Memmingen und ähnlichen Städten spielte, kommt in ein Altersheim.
Wilma, die sich nicht in die rigide Ordnung des Heimes einfügen will, soll die dortige Theatergruppe übernehmen und aus Anlass das Heimjubiläums ein Theaterstück herausbringen. Aber sie wählt das falsche Stück: Peter Weiss' Marat/Sade! Andres Veiels Theaterstück zeigt die täglichen Proben und die während dieser Zusammenkünfte aufbrechenden Träume und Hoffnungen der alten Damen, die sich mit ihrem Schicksal im Heim resigniert abgefunden hatten und auf Neues nicht mehr neugierig zu sein schienen. Doch wie vital sie in Wirklichkeit sind, zeigt die Beharrlichkeit, mit der sie die Proben gegen alle damit verbundenen Widrigkeiten verteidigen und durchstehen.
Die Premiere endet mit einem Eklat, der Stiftungsrat des Heimes ist empört, empfindet den Marat/Sade als Aufruf zur Gewalt. Wilma allerdings hatte mit der Aufführung ein anderes Ziel im Auge; sie wollte noch einmal ihren langjährigen Freund und Bühnenpartner von Böck für sich gewinnen, der seinerseits verheiratet, ihr lange Hoffnungen auf eine Bindung machte: Wenn Böck nur zur Premiere kommen würde! Aber Böck erscheint nicht. Wilma bleibt allein. Andres Veiel hat mit atmosphärischen Details den Alltag eines Altersheimes sorgfältig aufgemalt. Sein Stück beeindruckt durch die Genauigkeit der Sprache, die plastische Figurenzeichnung, durch seinen Verzicht auf spektakuläre Wirkungen und durch die Geduld des Autors, sich auf die Widersprüche seiner Figuren einzulassen.

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Andres Veiel

Hier drin kannst du alles haben

1 D, 9 H, Verwandlungsdek

Hauptfigur des Stückes ist Sven Koratsch: Er kommt - knastunerfahren- auf die Station.
Sven Koratsch wird, wie alle Neuen, von speziellen Händlerringen zunächst auf seine Verwertbarkeit abgetastet. Aufgrund seiner Heroinabhängigkeit gerät er dabei sehr schnell in ein komplexes Abhängigkeitsverhältnis. Solange er die Regeln noch nicht kennt, wird er - der alles tut, um an Stoff wieder heranzukommen - zwangsläufig ausgebeutet. Erst als er auch seine Freundin an den Boss eines Händlerrings zu verlieren scheint, beginnt er, die gleichen Regeln nun auch gegen seine Mitgefangenen anzuwenden. Ein gnadenloser Kampf beginnt: Die Fronten verlaufen quer durch alle Linien; auch ein Vollzugsbeamter ist darin verwickelt. Koratsch sieht sich plötzlich in der Rolle des Bosses - er kopiert seine eigene Repression und wird dabei sein eigenes Opfer...
In Hier drin kannst du alles haben sind Stoff und formale Umsetzung kongruent. Ganz mühelos und beiläufig erscheint das und trifft doch gerade deshalb so genau. So grobkörnig die Handlung, so lakonisch knapp die Figuren auch sind, das Wesentliche in dieser Geschichte geschieht in leisen Momenten, in unterschwelligen Zeichen. Andres Veiel ist es gelungen, sich in den engen, vielfach vorgeprägten sozialen Rastern des Stoffes zu bewegen und doch den Klischees zu entkommen. Das gibt dem Text seine Kraft, seine Eindringlichkeit und seinen authentischen Charakter.

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