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Theater

Katerina Poladjan, Henning Fritsch

Die Karenina - Was soll man denn tun?

Monolog nach Lew Tolstoi

In radikal anmutender Verknappung, ganz auf das Erleben der Hauptfigur konzentriert, wird die Perspektive der Anna Karenina (bei Tolstoi personal erzählt) zu einem Monolog zwischen Lebensbeichte und Selbstexaminierung.
In der Unmittelbarkeit des gesprochenen Monologs sind die meisten Ereignisse und Hintergründe der episch entfalteten Romanhandlung ausgelassen oder nur vage angedeutet. Der Text fokussiert und subjektiviert stattdessen die Erinnerungsarbeit, die allmähliche Verfertigung des Gedankens beim Sprechen, die gedankliche Rekonstruktion eigenen Erlebens. Im Karenina-Monolog transformiert sich paradoxerweise das erzählte Erinnern gegen Ende des Textes mehr und mehr zu einem wahnhaften Erleben im Präsens und endet mit dem Selbstmord.
(Katerina Poladjan / Henning Fritsch)

Deutsch von Fred Ottow

1 D

UA: 23.3.2006 · Westwerk Hamburg

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