Carolin Emcke

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Gegen den Hass
Stoffrechte zur freien Dramatisierung
UA: 21.09.2019 · Bühnen der Stadt Köln, Schauspiel · Regie: Thomas Jonigk
Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit - in der zunehmend polarisierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt.
Diesem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berückstichtigt, setzt Carolin Emcke in ihrem engagierten Buch ein Lob des Vielstimmigen, des "Unreinen" entgegen - weil nur so die Freiheit des Individuellen und auch Abweichenden zu schützen ist.
Allein mit dem Mut, dem hass zu widersprechen und der Lust, die Vielfalt auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen.
"Dem Hass begegnen lässt sich nur, indem man seine Einladung, sich ihm anzuverwandeln, ausschlägt. Es gilt zu mobilisieren, was den Hassenden abgeht: genaues Beobachten, nicht nachlassendes Differenzieren und Selbstzweifel" (Carolin Emcke)