Falk Richter

Protect me
UA: 27.10.2010 · Schaubühne Berlin · Regie: Falk Richter und Anouk van Dijk
„Wenn dieses Stück ERSCHÖPFUNG heißen würde, dann würden wir einen sehr einsamen Mann sehen…“

Das Suchen nach einem Titel der alles sagt, der alles in sich vereint. „Ein Titel kann die Richtung vorgeben.“ Ein Titel kann alles einschließen, vieles ausschließen. Ein Titel muss eine Antwort sein. Auf der Suche nach einem solchen Titel bewegt sich der AUTOR in Protect me zwischen Bestandsaufnahme und Rückblende, zwischen dem, was ist und dem, was wohl nicht mehr kommen wird. Selbstverloren, dem Lenz’schen Wahnsinn nahe, sucht er die Antworten im Kreise seiner engsten Vertrauten, die ihm nicht (mehr) vertraut sind: Der sterbende Vater, die nur mit sich und ihrem Freund beschäftigte Freundin und immer wieder ein Therapeut.
Vielschichtig erzählt Falk Richter in Protect me von dem ständigen Produktionsdruck eines Autors und Regisseurs, von verwahrlosender Liebe und schließlich von einem, der sich selbst zu verlieren scheint.

„Ein Autor sucht nach einem Titel für sein neues Stück und kann ihn im Wust der Informationen einer in den Wahnsinn abdriftenden globalisierten Welt so wenig finden wie im Gestrüpp seines deprimierenden Gefühlslebens.“ (Eberhard Spreng, dradio)
Übersetzt in: Danish