Junges Theater

Gesine Danckwart

Girlsnightout

Sie sind jung, sie sind frech, sie nehmen kein Blatt vor den Mund, sie sind in Aufbruchstimmung. Und sie reden: über Männer, über den besten Fick - klar, ohne geht´s nicht, - über das, was in der Zukunft vielleicht..., über den Sommer - neulich, im Schwimmbad -, über die kleinen Dinge des Lebens, die wilden Sachen im Kopf und die Gefühle im Bauch - hat schon mal jemand "mein Blütenstengel" zu dir gesagt? -, über Klamotten, Schuhe, den persönlichen Stil. Sie haben Träume und Wünsche, manchmal auch Hoffnungen. Sie suchen Zärtlichkeit und Bestätigung. Sie wollen sich amüsieren. Am besten noch heute Abend. Ganz normale junge Frauen eben in einer Girlsnightout..

3 D

UA: 16.04.1999 · Theater am Neumarkt, Zürich · Regie: Gesine Danckwart und Remsi Al Khalisi

Übersetzt in Swedish, Danish

Aufführungsarchiv

12
März2000
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

15
April2000
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

08
September2000
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterTheater Oberhausen,Oberhausen
19
Januar2001
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieChristian Schlüter
TheaterThalia Theater GmbH,Hamburg
05
Oktober2001
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieLukas Langhoff
07
Oktober2001
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

ÖEA

11
Januar2002
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

Theaterlurch.theater,Bochum
16
Februar2002
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterTheaterhaus G 7,Mannheim
14
März2002
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

Theater,Berlin
24
Oktober2002
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

30
Oktober2002
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterThOP – Theater im OP,Göttingen
07
November2002
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

Theater,München
31
Januar2003
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

25
Oktober2003
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterTheater Rampe,Stuttgart
25
November2003
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieKatka Schroth
02
April2004
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterTheater Bielefeld,Bielefeld
04
April2004
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterTheater Aachen,Aachen
22
April2006
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieMartina van Boxen
20
Januar2007
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieKatja Langenbach
10
November2009
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieHolger Runge
02
September2012
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieBob Ziegenbalg
07
September2012
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieBarbara Müller
TheaterTheater im Depot,Dortmund
30
Januar2013
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

TheaterTheo Studiobühne,Oberzeiring
16
März2024
Gesine Danckwart

Girlsnightout

Junges Theater

RegieYves Hinrichs
TheaterSchauspiel Leipzig,Leipzig

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Theater

Gesine Danckwart

Goldveedelsaga

2 D, 4 H

Begleiten Sie uns mit unserem Propagandameteor auf eine kurze weite Reise in die Heimat: die theatral-filmische Bespielung eines ganz gewöhnlich ungewöhnlichen Kölner Platzes: Krefelder Straße, Kreuzung Aquino- und Balthasarstraße. Ein Platz wie ein extra gebauter Spielort, und dabei zu unbedeutend für einen eigenen Namen. Eine Lücke, Leere, Öffnung der etwas öden Häuserfront, die sich erst auf den zweiten Blick als Platz erkennbar zeigt. Fünfziger Jahre Eckhäuser – typischer Kölner Kulissenbau. Zwei Gaststätten, ein Döner »Balthasar«. Ein Kiosk zum Überleben für alles, was man kurzfristig brauchen kann und die Kirche St. Gertrud für die Langfristigkeiten. Von oben, schauen Sie mal in Google Maps nach, sieht die Kirche aus wie ein Blitz. Für diese Realkulisse wird ein 3D-Stück entwickelt. Weltentdeckung im Alltagsdetail.
Die Zuschauer flanieren über und durch die Platzgeschichten, durch die Gebrauchsorte, die Kirche. Hören Sie? Im Hinterobergrund? Der Obertonchor probt hier seit einer halben Ewigkeit. Wir werden diesen Platz bespielen. Mit Schauspielern. Anwohnern. Mit Ihnen. Zuschauern in Bewegung. Mit unseren Protagonisten. Wer lebt hier? Wie? Glauben Sie? Wenn Sie morgen zur nächsten Mars-Expedition aufbrechen müssten, was würden Sie in den Weltraum mitnehmen – was bleibt?
Im Zentrum der Meteor. Ein Theatermobilwundergerät. Propagandarobur und Multiflex-Schauspielhaus in einem. Das Recherchemobil und Spiegelkabinett, aus dem heraus wir das Platzradio senden. Aufgekrant zum finalen Showdown.
(Schauspiel Köln)

Theater

Gesine Danckwart

Und morgen steh ich auf.

2 D, 3 H

Darf ich Sie bitte? Darf ich nicht Sie bitte, bitte? Bitte, ich, ich mach Sie doch, ich mach sie doch. Darf ich sie nicht ein bißchen bißchen glücklich. Ich mach sie doch glücklich. Dich.

Ich habe dieses Gesicht gesehen, dieses weiße Angstgesicht, das nichts anders sein soll. Es ist gefährlich. Dieses kleine etwas etwas mehr an Risiko muß ich mir weiter leisten, und das wo doch der Absturz. Ich halte mich, klammere mich. Ich will nicht rutschen, verrutschen. Ich muß aufpassen. Knochenglas. Mich geschmeidig halten durch Neuerfindung meiner selbst. Ständig. Gegen einen Abgrund. Bücken und strecken. Drinnen ein Monster. Ab wann ist da dieses Monster. Sich festhalten, kleben an den Dingen. Wo bitte bin ich. Wann.

"Die Figuren, Sprach- und Textmaschinen, die sich dem Dauerstrom der Motivationsanglizismen ebenso ausgesetzt sehen wie einer Verarmung an Sprache, befinden sich in keinem geschlossenen Handlungs- und Ordnungssystem. Die Dekonstruktion einer begreifbaren Ordnung läßt sich nicht über eine dramatische Handlung wiedergeben. Eher eine Zusammengesetztheit von Figuren, Ortlosigkeit, Flachheit, dazwischen Bruchstücke von Individuen mit einer Geschichte, eigenen Emotionen. Der schlagartige Wechsel vom Produzenten zum Konsumenten, der sein eigener Produzent ist, die Bürgerspflicht auch noch der eigene Absatzmarkt zu sein und Genießer der Struktur, die ihn ausbeutet.
Nach wessen Rhythmus arbeite ich hier eigentlich? Morgen steh ich auf. Was." (Gesine Danckwart)

Theater

Gesine Danckwart

Auto

Sie nennen Ihr Stück Auto- welche Bedeutungen des Auto interessieren Sie dabei?
Die Bedeutungen, die das Auto hat, sind immens …, mindestens jeder siebte Arbeitsplatz hängt daran, technologische Entwicklungen, hoffentlich Fortschritt, ökologische Fragen, schließlich unser Mobilitätskonzept. Das Auto bestimmt als Transportmittel an sich ganz grundsätzlich unser Leben: wo wir leben, wie wir arbeiten, wie wir unsere Freizeit verbringen und damit letztendlich unser Denken - ... Das Auto ist das Symbol einer modernen Gesellschaft: Selbstmobil.
Und dann ist dieses technisch hochkomplexe Teil auch noch ein sehr emotionales Objekt. Fast jeder verknüpft damit intensive Erfahrungen und Erinnerungen. … Entlang des Auto lassen sich Geschichten und Geschichte erzählen. …
Theater und Auto gehören zunächst einmal sehr unterschiedlichen Sphären an. Wie bringen Sie die zusammen?
… man auch ja das Theater als einen Produktionsort betrachten, an dem etwas gefertigt wird, wo Maschinen, Techniker und Kreative an einem gemeinsamen Produkt arbeiten, das dann verkauft werden muss. Und wir haben beim Auto, beim Prozess des Verkaufens und Kaufens sehr theatrale Momente entdeckt. … Das wird besonders deutlich, … in den Autowelten … da gibt es inszenierte Markentempel, und der Kunde bekommt seinen Neuwagen auf einer Drehbühne präsentiert, während seine Lieblingsmusik läuft - und andere dabei zuschauen. Theater also.
Gerade hat sich wieder einmal gezeigt, wie sehr Wohl und Wehe der Deutschen … von diesem Produkt Auto abhängt. Interessiert Sie das Auto auch als Anzeichen von Wohlstand und Prestige?
Auto ist und war immer ein Statussymbol. Ganz sicher. … Das Auto ist ein soziales Modul, Identitäten hängen an den Marken, ich bin was ich fahre – oder auch nicht ... Berliner Zeitung

Digitales Textbuch