Wolfram Lotz

NEU
Die Politiker
(Auch zur Aufführung mit Texten anderer Autorinnen)
UA: 30.08.2019 · Deutsches Theater, Berlin · Regie: Sebastian Hartmann
In Wortkaskaden ergießen sich die Politiker über den Text und aus dem Text heraus. Wie ein Mantra wird die an diese Bezeichnung gebundene Erwartungshaltung immer und immer wiederholt, überhöht, unterlaufen, ausgehöhlt, strapaziert, dabei stetig weitere ins Private übertragen. Immer tiefer bohrt sich das, was die Politiker können, müssen, dürfen, sollen, nicht sollen und nicht dürfen und überhaupt nicht dürfen, ins Gehör und ins Gehirn. Gleichzeitig ist nichts so wie es scheint. Diesmal hat der Lyriker Wolfram Lotz für das Theater geschrieben. Und sich den Politikern mit einer Lust und Leichtigkeit genähert, die vergessen lässt, dass diese Berufsgruppe oftmals hölzern blutleer wirkt. Er nimmt sie ins Gedicht und streift dabei wiederholt die abgrundtiefe Einsamkeit des einzelnen Menschen, der immer auch Politiker seiner selbst sein muss.

„Lear trifft auf den jüngsten Theatertext von Wolfram Lotz, das leichtfüßige, raffinierte, hoch rhythmisierte Sprechstück Die Politiker, einen gedankenschnellen Wortstrom, dessen Kaskaden Kindheitssplitter, Kanister und "klägliche Signale in der Finsternis" umspülen.“ (Deutsches Theater Berlin über die Uraufführung)

Journal

Wolfram Lotz

"Die Politiker gehen hinab ins Tal/ wo die Finsternis am dichtesten ist/ willkommen Freunde, hier erwarte euch ich/ ich euch, meine ich" – Uraufführung von "die politiker" von Wolfram Lotz am Deutschen Theater in Berlin

30.08.2019
Am 30.09.2019 treffen im Deutschen Theater Berlin König Lear auf "die politiker". An diesem Abend nämlich verschränkt der Regisseur Sebastian Hartmann Shakespeares Selbstzerstörungstragödie mit einem neuen Theatertext des Dramatikers Wolfram Lotz.    In diesem dramatischen Gedicht von Wolfram Lotz ergießen sich die Politiker in Wortkaskaden über den Text und aus dem Text heraus. Wie ein Mantra wird die an diese Bezeichnung gebundene ... mehr

Kritiken

Die Politiker

Süddeutsche Zeitung

So geistesklar und präsent wie Cordelia Wege das spielt, ist es die beste bewusstseinserweiternde Droge, die derzeit im Theater zu haben ist.

Nachtkritik

Und der Lotz strahlt, wird schärfer, bissiger, dann wieder relaxter, jede Verschiebung funkelt, jede Pointe passt. 

Der Tagesspiegel

[Ein] Text, der der Learschen Depression, ironisch mehrfach gebrochen, eine Art Wutbürger-Suada entgegensetzt: die Wiederkehr der Tragödie als Farce.

Berliner Morgenpost

Es ist ein eiskalter Platzregen, eine Überwältigung aus Sprache, strukturiert durch die Wiederholung [...], ohne Verlangsamung durch Kommas, schnell, lustig, traurig, sinnlos, blitzgescheit, alles zugleich.