Simon Paul Schneider

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Rattenkinder
13 Darsteller, Doppelbesetzung möglich
UA: 16.11.2019 · Theater Duisburg · Regie: Simon Paul Schneider
„Der Wind fuhr sanft durch den mannshohen Mais und erzeugte ein Geräusch wie ein leises Atmen. Hier draußen bewegte sich etwas in der Nacht und sah alles. Selbst die geheimsten Gedanken, die in menschlichen Herzen verschlossen waren.“

Wann wird eine Idee zur Bewegung?
Als sie sich zum ersten Mal begegnet waren - draußen, vor der Stadt - war ihre Welt ein Spielplatz: Hier sollte alles von vorn beginnen, ohne Zwänge, Ideologien, ohne falsche Götter und veraltete Strukturen. Hier draußen hatten sie zueinander gefunden, um sich über die alte Welt zu erheben.

Sie, die keinem Gott mehr gehorchen, deren Sprache wir nicht mehr sprechen, deren Blick gerichtet ist auf die Maisfelder und den, der aus einer fernen Zeit zu ihnen spricht: Er, der hinter den Reihen geht. Ein Stück über Generationenverträge und fundamentalistische Strukturen.
JT

Journal

Simon Paul Schneider

„Hier draußen bewegte sich etwas in der Nacht und sah alles. Selbst die geheimsten Gedanken, die in menschlichen Herzen verschlossen waren." – Uraufführung RATTENKINDER von Simon Paul Schneider am Theater Duisburg

18.11.2019
Eine Autopanne inmitten einer Einöde. Mutter und Vater wollen sich erholen von den Strapazen des Alltags. Wir sehen eine Tankstelle, ein Dorf, aber keine Menschen. Bis sie auftreten, von denen man sich erholen will: Sie, die keinem Gott mehr gehorchen, deren Sprache wir nicht mehr sprechen, deren Blick gerichtet ist auf die Maisfelder und den, der zu ihnen spricht: Er, der hinter den Reihen geht.   Der in Duisburg geborene Theaterautor Simon Paul Schneider schreibt zum zweiten Mal ... mehr

Kritiken

Rattenkinder

Nachtkritik

Der Autor Schneider betrachtet Gesellschaftsmechanismen mit scharfem Blick, lässt aber vieles auch angedeutet bis unausgesprochen, verharrt im Rätselhaften. So spürt er kaputten Strukturen und angegriffenen Menschenseelen nach.

WAZ

Sehr düster und metaphorisch deckte das surreale Schauspiel gleich mehrere Themenfelder ab: Die Vergänglichkeit, die Orientierungslosigkeit der Generation Y, eine Coming-of-Age-Geschichte und sogar verbotene Liebe, die eigentlich gar nicht verboten ist.